Fliegerassel-Modellbau
  Cessna 177 elektrisch
 
Im Zuge meines Umstiegs auf Elektroantriebe habe ich auch den 15-er Viertakter meiner Cessna 177 verkauft. Das Modell wollte ich unbedingt behalten, weil es unkompliziert, handlich und schick ist und obendrein noch ausgezeichnet fliegt. Von einem Wasserflieger aus Österreich wusste ich, dass man die Cessna auch problemlos elektrisch fliegen kann. Und da genau der von ihm verwendete Antrieb in meinem Telemaster werkelt, musste ich gar keine Experimente machen, ich habe den Trainer einfach ausgeschlachtet.
Bei den Überlegungen, wie ich den Antrieb am elegantesten in das ehemalige Verbrennermodell integriere musste ich feststellen, dass dies eine elende Fummelei wird, da dies eher einem chirurgischen Eingriff glich. Beim abendlichen Streifzug durchs www blieb ich bei Schweighofer hängen, da die das Modell der Cessna 177 für gerade 99,90 € anbieten (Stand 02/2010). Da braucht man eigentlich nicht lange überlegen. Ich kann so den Motor vernünftig einbauen, habe keine zusätzlichen Öffnungen mehr im Rumpf und nebenbei einen nicht vergilbten Kunststoff, der nun gleich komplett lackiert wird.



Dass ich diese Bausätze von Aviomodelli, jetzt vertrieben durch Thunder Tiger, ziemlich genial finde, hatte ich ja schon mal erwähnt. Zwar gibt es leichte Änderungen im Lieferumfang und so Sachen wie eine neue Bauanleitung. Aber das ist alles Kleinkram, im Positiven wie im Negativen.



Warum? Nun, es liegt jetzt dem Bausatz z.B. serienmäßig die zusätzliche Abdeckung der Schalldämpfermulde bei, welche sonst 10,- € zusätzlich kostete. Das ist Prima! Bei meinem Bausatz war aber der Hauptspant unter der Fläche und das Servobrett teilweise untermaßig. Das Servobrett musste ich mit etwas Balsa auffüttern, um es ordentlich zu verkleben. Das ist zwar nicht schlimm und ich weiß nicht, ob dies nur an einem etwas bauchigen Rumpf liegt, aber es war bei den anderen Bausätzen nicht so.

Aber davon abgesehen ist die Kunststoffbauweise immer noch genial, weil schick und stabil, wenn auch nicht scale.







Ich habe dem AXI 4120/14 einen Vorbau aus Sperrholz gebastelt, auf welchem er vor dem Motorspant thront  und der Spinner sehr schön mit der Motorhaube abschließt. Dieser Vorbau ist rückwärtig mit dem Passring am Spant verschraubt, welcher serienmäßig auch den Motorträger des Verbrenners aufnimmt. Für alle Verschraubungen habe ich Einschlagmuttern eingesetzt, um den Antrieb im Zweifelsfalle ohne Verrenkungen demontieren zu können.




Da der Motorspant sehr stramm sitzend positioniert wird, konnte ich den Motordom in Ruhe anpassen, bevor irgendwo Harz ins Spiel kommt. So sitzt nun der Motor perfekt und der Spinner hat 1-2 mm Luft zum Rumpf.



Nach diesem Akt konnte ich alles wieder demontieren und den Motorspant als erstes Teil fest in den Rumpf harzen. Dazu nehme ich hier Stabilit Express. Das Zeug ist zwar sehr farbintensiv, aber es hält super auf dem Kunststoff, hat eine angenehme Verarbeitungszeit von ca. 10 Minuten und auch die Konsistenz passt.



Am Rumpf bleibt vor dem Lackieren nicht mehr so viel zu tun. Die Leitwerke passen recht gut und sind schnell eingeklebt.



Die Flächenhälften habe ich zusammengefügt und die Manschette am Mittelteil unter den Sandsäcken begraben, um sie so dauerhaft dem Profilverlauf anzupassen.



Dann habe ich noch mittels einer transparenten Schablone die Abdeckung der riesigen Einbauöffnung an der Motorhaube ausgeschnippelt und gleich dort angeschraubt.



Zwar bin ich wirklich kein Meister im Lackieren, aber ich habe trotzdem meine Bude zur Spritzkabine umgebaut...



Also erstmal die weiße Farbe, so zum Üben. Hier sieht man nun auch, dass der Kunststoff doch ziemlich schmutzig aussieht. Da macht sich die Farbe doch ganz gut, denke ich.



Hier sieht man nochmal ganz gut, warum ich lackiert habe...

 
Das Blau gefällt mir sehr gut! 
Nach der Umweltverpestung in meiner Werkstatt waren es nur noch wenige Handgriffe, die paar Innereien im Modell zu verteilen, um es flugfertig auszurüsten.



Zwei C-5077 für Höhe und Seite, der Akkuschacht, welcher schon im Telemaster diente, ein 70 A Jeti-Regler an der Seitenwand mit Klettband befestigt...



...auf der anderen Seite das UniLog für die Datenaufzeichnung und hinten das externe BEC, um die Spannungsversorung sicher zu stellen...



...welche aus einem 2 s Lipo gespeist wird. An der anderen Rumpfwand war dann noch Platz für den Empfänger und der Schwerpunkt konnte somit ohne Blei oder andere Tricks eingestellt werden. Neben dem Regler habe ich auch alle anderen Komponenten mit Klettband an die Wände geheftet, was sehr gut hält und die Sachen schnell austauschbar macht.

Das Modell war nunmehr flugfertig und fand auch seinen Einzug in meinen Hangar. Flubericht und weitere Bilder gibt es also dort unter Cessna 177 Elektro.
 
 
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