Fliegerassel-Modellbau
  Senderpult FX-18
 
Senderpult für die FX-18
Die teilweise recht schicken neuen Senderpulte aus Kohlefaser oder Acrylglas haben mich schon eine ganze Weile gereizt. Allein die Preise dafür sind meiner Meinung nach völlig irrsinnig, da sie teilweise locker den Wert meines Senders übersteigen. Und als Statussymbol oder Potenzhilfe brauche ich sowas dann auch noch nicht. Aber nach meinem Ausrutscher bei der Umrüstung meines Senders und der völlig deplatzierten Buchse in der Seitenwand bestand Handlungsbedarf, wenn ich die Technik auch nutzen wollte. 
Ich habe kurzerhand die Umrisse meines bisherigen Senderpultes auf schnödes Sperrholz übertragen...



...zwei Platten mit der Dekupiersäge ausgeschnitten, mittels Aluröhrchen (8/9 mm) verbunden, zwei abgewinkelte Alustangen (8 mm) als Bügel für den Umhängeriemen zurechtgemacht...

 
...und dann natürlich noch etwas Farbe drauf getan, um ein schickes neues Senderpult zu haben.



Okay, ganz so einfach und schnell geht es dann doch nicht. Aber wirklich, es ist nicht schwierig und mit etwas Mühe sieht das Ergebnis zwar nicht wie Kohlefaser aber trotzdem sehr, sehr ordentlich aus.


Und gleich mal vornweg, mein Pult ist nicht nur saubillig (ca. 10-15 €) sondern auch viel leichter (285 g) als manche käuflichen Exemplare, was aus meiner Sicht schon zwei wichtige Argumente für den Eigenbau sind.
Aber damit hört es natürlich nicht auf. Mein neues Pult sollte noch weitere Anforderungen erfüllen. Hier stand an erster Stelle die unkomplizierte Anbringung der Programmierbox im Sichtfeld, ja klar, bedienbar muss sie natürlich auch sein. Aber das ergibt sich dann von allein...



Um die Box dort zu positionieren, habe ich sie mittels Klettband auf ein kleines Sperrholzbrettchen geheftet. An diesem sind zwei parallele Kohleröhrchen befestigt, welche ich in Alurohre stecke, die nun wiederum von unten am Pult festgeklebt sind.




Hier sieht man auch, dass die Buchse des Verbindungskabels nun erreichbar ist.




Weiterhin sollten die Bügel, welche den Umhängeriemen aufnehmen, unbedingt demontierbar sein, um den Sender samt Pult auch in einen Koffer legen zu können. Die Bügel aus Vollmaterial stecken eigentlich lose in den hinteren Aluröhrchen, welche die Ober- und Unterplatte verbinden. Um sie dort zu sichern, habe ich einfach ein Loch quer durchgebohrt, ein M3 Gewinde eingeschnitten und eine Schraube eingedreht und fertig ist die Sicherung. Ein Karosseriesplint oder ähnliches hätte es sicher auch gemacht, hatte ich aber nicht im Hause...




Als partieller Grobmotoriker bleibe ich gern mal mit allen möglichen Sachen in Türrahmen oder anderen Gelegenheiten hängen. Mein Senderpult sollte deshalb mit möglichst wenigen überstehenden Teilen auskommen. Darum suchte ich einen guten Platz für die neue Antenne. Sie ruht nun neben dem Sender in einem Stück Alurohr, welches ich auf das untere Brett geklebt habe. Damit kann zumindest bei längeren Transporten zu Flugtagen oder in den Urlaub weniger kaputt gehen. 

Gibts noch etwas zu schreiben?
Na ja, vielleicht kurz noch etwas zu den Materialien. Das 6-er Pappelsperrholz und das 8-er Alu für die Bügel habe ich aus dem Baumarkt. Das waren auch die einzigen Teile, für die ich unmittelbar Geld ausgegeben habe.
Das Alurohr (9/8 mm), die Grundierung und die Farbe fanden sich in der Werkstatt, die beiden Handauflagen (Reste von Verpackungseinlagen aus festem Schaumstoff) kamen aus der Restekiste. Zwei Schlüsselringe und der Riemen wurden vom alten Pult geklaut, oder besser wiederverwertet. Und mehr ist es echt nicht!

Das Pult ist so ausgeschnitten, dass der Sender von vorn eingeschoben werden kann. Er wird nur mit einem kleinen Streifen Klettband am Herausrutschen gehindert, das reicht.

Ich hatte erst überlegt, die Holzteile mit Bügelfolie zu bespannen, mich dann aber für die Farbe aus der Sprühdose (Felgensilber) entschieden. Wenn das Holz ordentlich verschliffen und etwas gespachtelt wird, sieht das recht ordentlich aus.

Einen Satz noch zum Gewicht:
Ich habe von Anfang an versucht, so leicht wie möglich zu bauen, da ich keine Lust hatte, mir einen mörderschweren Bauchladen zum Steuern umzuhängen. Käufliche Pulte wiegen manchmal so viel, dass man meinen könnte, hier ist noch ein Werkzeughandel integriert. Und das tut ja nicht Not... So denke ich dass mein Pult mit Umhängeriemen und einem Gewicht von 350 Gramm schon schick leicht geworden ist.

 
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