Fliegerassel-Modellbau
  microbe
 

Im Sommer fand ich ein Inserat für eine microbe. Da wollte aber einer nicht seine Keime verkaufen, sondern den Bausatz eines kleinen, wendigen und knuffigen Spaßfliegers. Schon fast auf dem Weg in den Urlaub nach Österreich packte ich noch flink ein kleines Baubrett, etwas Werkzeug und Kleber ein, und natürlich den Baustatz. Okay, wenn das Wetter richtig toll gewesen wäre, hätte der Keim natürlich kaum eine Chance gehabt. Aber es regnete viel und lang und so entstand im kuschligen Wohnwagen sowie vor der Türe dieser Funflyer.



Na klar regnete es nicht ununterbrochen, wie man sehen kann. Aber das Basteln machte trotzdem Spaß.



Während ein paar Abenden gemütlichen Schnitzens waren die cnc-Teile schnell zusammengeklebt. Ich habe noch einige Veränderungen vorgenommen. So habe ich das Seitenruder als Pendelruder angelenkt, die Querruder bekamen je ein eigenes Servo und der Akkuwechsel geschieht bei meiner microbe über einen oberen Rumpfdeckel.



Bespannt habe ich das Modell mit Oralight in deckendem Gelb und Blau. Das Zeug macht sich ebenfalls sehr gut und deckt wirklich recht ordentlich, kann ich also gerade für leichtere Modelle nur empfehlen.



Den Schriftzug fertigte mal wieder meine Chefdesignerin. Das sieht immer gut aus und ist dank Handarbeit stets exklusiv.



In den Foren gab es nicht sooo viel über die microbe zu lesen. Und was ich las, war sehr oft recht kritisch. Da war die Rede von nicht ordentlich passenden Teilen und ziemlich bescheidenen Flugeigenschaften. Die Anlenkung des Seitenruders sollte völlig überflüssig sein, und und und.
Na ja, der Bausatz an sich ist schon okay, auch wenn es sicherlich besser durchkonstruierte Kits gibt. Aber die Teile passen vernünftig und wer bauen kann, bekommt das locker hin. Die Ansteuerung des SR habe ich nicht bereut, es macht das Modell halt voll über drei Achsen steuerbar, wodurch ich z.B. auch einen richtigen Turn fliegen kann. Und die Flugeigenschaften sind im Rahmen der Möglichkeiten eines solchen Knuddelchens völlig in Ordnung. Na klar ist es kein F3A-Flieger. Aber durch leichte Komponenten ist man ohne Klimmzüge viel leichter als die Urversion mit Nc-Zellen und Speed 400. Das merkt man im Langsamflug und auch sonst beim Herumturnen. Und genau dafür ist die microbe auch gemacht. Damit kann man sich so richtig schön den Flugstil versauen und ständig ohne Sinn und Verstand über den Flugplatz ballern. Aber bitte nie länger als 3 Sekunden geradeaus, das geht gar nicht.



Meiner microbe habe ich noch das Cockpit verschlossen und die Windschutzscheibe angebracht, so der Optik wegen...
Was die Kiste wiegt, weiß ich gar nicht mehr so genau. Es ist auf jeden Fall einiges weniger, als auf der Packung steht. Eingebaut habe ich einen 50g Außenläufer, 12A Steller, billige Servos direkt aus HK und einen kleinen 4 Kanal Empfänger, also ganz normalen, billigen Kram.
Und da man die microbe erst gar nicht zerlegen kann, ist sie natürlich das ideale Schnellmalfliegengehenmodell.

 
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